Mauthausen ohne Russland und Belarus
Das jährliche Gedenken an die Befreiung des Lagers Mauthausen wird diesmal ohne offizielle russische und belarussische Vertretung stattfinden. Hier ist der Grund dafür.
19. April: Das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen befindet sich in der Nähe von Linz in einer idyllischen Umgebung.
Das Lager steht auf einer Bodenhöhe, von der aus man die Landschaft überblicken kann, und hat das Aussehen einer Burg. In dieser düsteren Umgebung verloren Tausende von Menschen (übrigens eine große Anzahl von Spaniern) ihr Leben, ermordet von den Nazibesatzern in Österreich.
Am 15. Mai 1945 wurde das Konzentrationslager Mauthausen von den Alliierten befreit. Die spanischen Gefangenen, von denen die überwiegende Mehrheit republikanische Kämpfer aus dem Bürgerkrieg waren, die sich für den Weltkrieg "wiederverpflichtet" hatten und die das Franco-Regime in einem Rechtsvakuum zurückgelassen hatte, das bis 1977 andauerte, begrüßten die Befreier mit einem riesigen Transparent in spanischer Sprache.
Übrigens: Im Fahnenraum des ehemaligen Konzentrationslagers, heute eine Gedenkstätte, hängt eine republikanische Fahne (rot, gelb und violett).
Im Gegensatz zu allen anderen modernen Nationen hat das demokratische Spanien die Spanier, die in Mauthausen für die Sache der Freiheit gestorben sind, noch nicht mit einer Gedenktafel oder einem Grabstein geehrt, der die Dankbarkeit ausdrückt, die wir Spanier ihnen heute schulden. Vielleicht ist es nach 77 Jahren an der Zeit, dass es eine gibt.
Fahren wir fort: Jedes Jahr am 15. Mai wird der Befreiung von Mauthausen gedacht. Das erste Mal war am Tag nach der Befreiung des Lagers selber, anlässlich der Rückkehr der sowjetischen Häftlinge, damals auch Russen und Ukrainer, in ihre Heimat. Zum ersten Mal wurde der so genannte "Mauthausen-Schwur" gesprochen, der lautet:
"Der Friede und die Freiheit sind die Garanten des Glücks der Völker, und der Aufbau der Welt auf neuen Grundlagen sozialer und nationaler Gerechtigkeit ist der einzige Weg zur friedlichen Zusammenarbeit der Staaten und Völker."
Auch in diesem Mai wird der Befreiung des Lagers Mauthausen gedacht, diesmal allerdings auf ausdrücklichen Wunsch der Einrichtung ohne offizielle Vertreter der russischen und weißrussischen Regierung.
Willi Mernyi, Sprecher der Gedenkstätte Mauthausen, hat laut der Wiener Tageszeitung Der Standard E-Mails an den russischen und den weißrussischen Botschafter in Österreich geschickt und deren Einladungen zu den Gedenkfeiern zur Befreiung des Lagers zurückgezogen.
Der Grund dafür ist das Verhalten seiner beiden Länder gegenüber der Ukraine, das in eklatanter Weise gegen den oben zitierten Mauthausen-Eid verstößt. Nicht nur die Invasion, sondern auch die enorme Gewalt, die der Zivilbevölkerung angetan wurde. Gewalt, die das Mauthausen-Komitee scharf verurteilt.
Wie jedes Jahr werden die Nachkommen der Lagerhäftlinge und die wenigen verbliebenen Überlebenden eingeladen.
Mernyi geht davon aus, dass eine offizielle Delegation aus Mauthausen anwesend sein wird, ebenso wie Delegationen aus anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion.
HINWEIS: Dieser Text ist eine von einer künstlichen Intelligenz erstellte maschinelle Übersetzung des heute in Vienna Directo (www.vienadirecto.com) veröffentlichten Artikels.


Kommentare
Kommentar veröffentlichen